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Das Dusch-WC – mal etwas anderes

Viele Trends ranken sich um die Badezimmer. Der aktuelle Trend geht hin zum Dusch-WC. Doch was soll man sich eigentlich darunter vorstellen? Und was ist so toll daran?

Wasser kontra Toilettenpapier

wc-1098764_640Was auch immer man sich vor diesem Artikel unter einem Dusch-WC vorgestellt hat, die Technik weiß uns immer zu überraschen. Denn das Dusch-WC ist eine Kombination aus dem regulären WC und der ausgefeilten Technik, wie der Popo ohne Toilettenpapier, dafür aber mit Wasser gereinigt und danach getrocknet werden kann. Ja, das klingt komisch. Doch genau dieses Dusch-WC ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Was also kann es alles?

Zum einen muss man dazu sagen, dass man, um die Funktionen des Dusch-WC’s benutzen zu können, eine Fernbedienung notwendig ist, die selbstverständlich ständig griffbereit und mit funktionierenden Batterien bestückt sein muss. Diese Fernbedienung hat es dann aber auch in sich. Denn sie verfügt nicht nur über unterschiedliche Einstellungen der Dusche, damit jeder Popo korrekt gereinigt wird. Auch kann die Temperatur sowie die Intensität des Wasser bestimmt werden. Dies kann jeder individuell einstellen.

Zudem kann im Anschluss der Popo trocken gefönt werden. Auch hier sind die Einstellungen wieder individuell auszuwählen. Frauen haben zudem eine eigene Einstellung zur Säuberung der Scheide. Je nach Hersteller kann das Dusch-WC ebenso mit verschiedenen Farben bei Nacht beleuchtet werden.

Luxus oder Notwendigkeit

Keine Frage, es hört sich ja toll an. Doch ist es die Frage, ob sich die Anschaffung eines Dusch-WC lohnt. Sicherlich ist eine sehr hygienische Lösung der Säuberung nach dem Toilettengang. Doch ist ein Stromanschluss direkt neben dem WC notwendig, je nach Hersteller. Doch das Dusch-WC birgt natürlich besonders für ältere Menschen, aber auch Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit viele Vorteile.

Die Kosten für das Dusch-WC sind jedoch recht hoch. Sie liegen um und bei € 1000. Dies ist jedoch von der endgültigen Ausstattung abhängig. Das mag sich nun viel anhören. Doch darf man nicht vergessen, dass man im Laufe der Jahre auch viel Geld für Toilettenpapier spart. Die Kosten für den Wasserverbrauch wären gleich oder gar geringer. Die geringen Stromkosten, die für die Fernbedienung benötigt werden, tragen nicht wirklich auf.

Nun mag man den Wegfall von Toilettenpapier als positiven Umweltschutzbeitrag ansehen. Gut, doch ob sich dadurch der Kauf eines derart teuren WC’s mit diversen Spielereien begründen lässt, ist wohl eher eine individuelle Entscheidung. Sicherlich sind sie nicht nur in Deutschland auf dem Vormarsch. Doch hört es sich seltsam an, dass in Japan die „intelligenten“ WC’s bereits Gesundheitsdaten über ihre Nutzer sammeln.