Skip to content

Ein neuer Gartenbewohner – die Mispel

medlar-1038275_640Haben Sie schon einmal von vergessenen Obstsorten gehört? Richtig, es handelt sich um alte Obstsorten, die in früherer Zeit in weiten Gegenden des Landes angebaut wurden, die nun jedoch so ziemlich in Vergessenheit geraten sind. Nach und nach finden sich immer mehr vergessene Pflanzen wieder auf der Selbstversorger-Bühne ein. Ein Baum, der sich einer immer größer werdenden Anhängerschaft erfreut, ist die Mispel.

Bitte stellen Sie sich vor

Die Mispel wird zu den Wildobstsorten gezählt. Sie ist dem Apfel sehr ähnlich. Ihre Früchte sind jedoch relativ klein, besitzen eine raue Schale und eine braune Farbe. Geerntet wird ebenfalls im Herbst. Wird die Frucht zu früh geerntet, hinterlässt sie einen Belag auf der Zunge. Zudem lässt sich der Geschmack nicht korrekt zu ordnen. Die einen sagen, sie wäre fade, die anderen ordnen sie als sauer ein.

Wenn sich dunkle Flecken auf der Frucht bilden, die langsam über diese ziehen, dann ist der richtige Erntemoment gekommen. In den meisten Fällen geschieht dies erst nach dem ersten Frost. Man kann sie jedoch auch früher ernten und in einem Korb draußen lagern, bis der erste Frost gekommen ist.

Was mache ich mit den Mispeln?

Zum Direktverzehr sind sie eher nicht geeignet. Doch ergeben sie ein sehr schmackhaftes Mus oder auch Gelee bzw. Marmelade. Hierzu kursieren im Internet die schönsten Rezepte. Es lohnt sich definitiv, danach Ausschau zu halten. Für einen Liter Mispelsaft werden circa 4 – 5 kg Mispel benötigt. Sie werden über den Dampfentsafter zu Saft verarbeitet.

Wie bei jeder Pflanze ist der richtige Standort für ein prächtiges Gedeihen wichtig. Die Mispel liebt die Sonne, benötigt viel Feuchtigkeit, mag aber überhaupt keine Staunässe. Letzteres ist besonders für Sämlinge und Jungbäume wichtig. Die meisten Mispeln werden auf Weißdorn veredelt. Somit ist auch auf die Bedürfnisse des Weißdorn-Fusses der Mispel zu achten. Doch diese ist sehr robust und gedeiht eigentlich überall. Leider ist die Mispel sehr anfällig für alle Formen des Feuerbrandes.

Alles in allem jedoch ist die Mispel ein sehr unkompliziertes Gewächs. Mispeln werden nicht sehr groß. Dies befähigt sie, auch in kleinen Gärten leicht Fuß fassen zu können. In kleinen Gärten ist jedoch darauf zu achten, dass sie nicht, ihrer Natur entsprechend, stark ausladend werden. Denn sie lieben es, in die Breite zu wachsen. Es ist schön zu wissen, dass alte Obstsorten, egal ob wild oder domestiziert, wieder vermehrt von Gärtnern nachgefragt werde. Alte Sorten, altes Wissen – viel Gesundheit …..